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Das menschliche Auge hat sich entwickelt und angepasst an die Dynamik des Tageslichtes. Wir sind daran gewöhnt, dass sich im Tagesverlauf die Lichtfarbe vom morgendlichen Warmweiß über ein gleißend kühles Weiß zur Mittagszeit wieder zu einem warmen Ton hin verändert. Parallel dazu nimmt die Helligkeit bis zum Mittag zu und fällt danach wieder ab.

Mit der Dynamik des Lichtes verändern sich wichtige Körperfunktionen des Menschen wie z.B. Puls, Blutdruck und die Ausschüttung des "Schlafhormons" Melatonin. Letztere wird durch hohe Lichtmengen ("bright light" mit über 2000 lux) nahezu zum Stillstand gebracht.

S.I.V.R.A. ist eine künstliche Lichtquelle, die die Dynamik des natürlichen Lichtes nachvollzieht und damit näher an den Bedürfnissen des Menschen, die unter diesem Licht arbeiten müssen, den Raum beleuchtet als jede andere Kunstlichtquelle. iGuzzini erhebt dabei nicht den Anspruch Tageslicht zu simulieren. Tageslichtsimulation in geschlossenen Räumen ist nicht ohne hohe Qualitätseinbußen möglich, da neben der Dynamik des natürlichen Lichtes hierzu ein breiteres Strahlungsspektrum und vor allem ein Bezug zur Außenwelt notwendig ist, der nur durch ein Fenster (Ausblick) erreicht werden kann.

Die Leuchte wird durch ihre Basisprogrammierung mit dem Lichtverlauf an dem jeweiligen Einsatzort abgestimmt. Ausgehend von der den lokalen Bedürfnissen angepassten Grundhelligkeit (z.B. 300 lux oder 500 lux) steigert das System die Helligkeit und die Farbtemperatur zu den Mittagsstunden hin und regelt beide Werte danach wieder zurück. Dabei stehen pro Jahr zwei "Tage« zur Verfügung, die ähnlich Sommer- und Winterzeit automatisch ablaufen. Ursprünglich entwickelt wurde S.I.V.R.A. für tageslichtlose Leitzentralen, in denen im Schaltbetrieb von acht Stunden hochkonzentriert und aufmerksam gearbeitet wird. Während der Untersuchungen zur Wahrnehmung und Konzentration in diesem Anwendungsfall wurde festgestellt, daß, abweichend vom Lichtverlauf über den Tag, in den Nachtstunden ein Abnehmen (dynamic light«) der Helligkeit von einem Maximum ("bright light«) am Beginn der Schicht bis zu deren Ende gleich zwei positive Effekte hat. Zum einen fördert eine hohe Lichtmenge am Beginn den Wachzustand und damit die Konzentrationsfähigkeit, und zum anderen erlaubt eine geringe Lichtmenge am Ende der Arbeitszeit eine zügige Beruhigung des Beschäftigten, so daß dieser nach kurzer Zeit normale Entspannung finden kann. Neben den zwei beschriebenen Programm- oder vielmehr Tagesabläufen sind mit der Leuchte beliebig viele verschiedene Szenen via Computer oder Smartcard programmier- und abrufbar.

 
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